Willkommen bei Shantallica

Shantallica – der etwas andere Shanty-Chor aus Ostwestfalen

Auch wenn Ostwestfalen-Lippe alles hat, was man zum guten Leben braucht – die Sehnsucht nach dem Wasser, nach dem Meer, nach der Weite da draußen… die bleibt unerfüllt. Saudade nennt man das wehmütig im sonnigen Portugal. Im verregneten Ostwestfalen heisst es kurz und bündig: Shantallica! 

Shanty meets Metallica – Shantallica eben. Der Name deutet das Cross-Over der Genres bereits an. Das Versprechen des „etwas anderen Shanty-Chores“ lösen rund 40 Herren rund um Käpt’n Rolf Henrichsmeyer ein. Von Mitte 30 bis Mitte 60, allesamt keine gelernten Chorknaben – aber Ostwestfalen im „gefühlt“ besten Alter. Mit Spaß an der Musik und am gemeinsamen Singen im Chor. 

 

Am Anfang stand für Käpt‘n Rolf und seine Freunde ein Geburtstagsständchen für eine echte „Hamburger Deern“: „Meine Frau kommt aus Hamburg, da bot sich natürlich ein Shanty-Lied an… und der Rest ist schon jetzt Geschichte“, beschreibt der Käpt‘n die Geburtsstunde der (Bier)Schaumgeborenen.

Was als ziemlich trashige Geburtstags-Überraschung begann, machte einfach sofort gute Laune. Bei Sängern und Zuhörern. Und so treten Shantallica seit mehr als 10 Jahren an, um mehr Subkultur und Spaß in die traditionelle Shanty-Welt zu bringen.

Aber Achtung: Shantallica ist keine Comedy-Truppe. Im Vordergrund steht immer die Musik. Dafür sorgen der musikalischen Leiter Markus Eberhard sowie die musikalische Begleitband Andre Krämer (Akkordeon), Arthur Giesbrecht (Gitarre), Christian Keller(Bass) und Garrelt Riepelmeier (Drums) – alle seit Jahrzehnten feste Koordinaten in der alternativen Bielefelder Musikszene.

Und so werden traditionelle Shanties wie der „Drunken Sailor“ oder „Old Shipmate“ genauso performt wie mitreißende Klassiker wie „Bier auf Hawaii“ oder „My Butterfly“. Spätestens beim „Wild Rover“ hat Shantallica noch jeden Saal zum Mitschunkeln und Mitsingen gekriegt. Sehr oft sind die Texte wie etwa bei „Bella Ciao“ seemännisch „um-navigiert“ und werden zwar selten leise, aber dafür voller Leidenschaft aus vollen Kehlen vorgetragen.

Besonders emotional werden die selbstbesungenen „Männer mit Härte“ nur, wenn es um ihre Liebste geht. Denn da gibt es für sie alle nur die Eine: Die Schwarz-Weiss-Blaue von der Alm. Und so sind ihrer Arminia auch gleich mehrere Lieder gewidmet.

„Weit, weit raus aufs große Meer“

Zwei Shantallica-Alben sind eingesungen – aber Studiomusiker sind die „Masters of Shanty“ beileibe nicht. „Weit, weit raus aufs große Meer“ – das ist das intonierte Motto. Und genau da will die Crew auch hin, nämlich zu den (Bühnen)Stränden dieser Welt und den Leuten da draußen.

Und tatsächlich kommt Shantallica vor allem live am besten an: Ob auf der heimischen Alm oder in der altehrwürdigen Oetkerhalle, ob auf Kulturreise auf den Kanaren oder beim „Punk op de Deel“ in der nordischen Provinz.

Neben den „Special Ks“ wie Kneipe, Kirche, Kino und Knast hat Shantallica in der ersten Band-Dekade weit mehr als 50 Bühnen gerockt. Zum großen 10-jährigen Jubiläum wird jetzt im Bielefelder Lokschuppen angedockt. Mit einem großen Fest mit mehreren Bands aus der Region.

Das schönste Geschenk zum runden Geburtstag haben sich die großen Jungs schon selbst gemacht und ihr eigenes Seemanns-Heim bezogen. Natürlich nicht ganz am Meer, dafür aber mit freiem Zugang zu Wasser und Mehr… 

Das Shanty-Hauptquartier steht dabei in bester Tradition zum musikalischen Heimathafen Bielefeld: Shantallica residiert da, wo einst der Bielefelder Kinderchor sein Domizil hatte. Ganz oben auf dem Teutoburger Wald. Genau da, wo man das große, weite Meer schon fast sehen kann.